Wo kommen wir her, wo wollen wir hin?

1868 gründeten 13 Studenten in Hildesheim die Fechtgruppe der Maschinen- und Mühlenbauer, aus der 1874 die Burschenschaft Thuringia hervorging. Unsere Vorfahren waren schon damals mobil und flexibel und zogen gemeinsam mit Ihren Professoren von Hildesheim über Einbeck 1890 nach Braunschweig. Hier sind wir in einer vielfältigen Verbindungslandschaft als eine der größten und profiliertesten Bünde etabliert. Unsere Verbindungskultur ist geprägt durch den Wahlspruch der 1815 in Jena gegründeten Burschenschaft. Er lautet: Ehre, Freiheit, Vaterland. Ehre repräsentiert das Streben seine eigene Persönlichkeit hinsichtlich ethischer Wertmaßstäbe wie Aufrichtigkeit, Pflichtbewusstsein, Standfestigkeit zu festigen und danach zu leben. Freiheit schließt akademische, persönliche und die politische Aspekte ein. Freiheit orientiert sich am Bestreben nach individueller Verantwortung für das Gemeinwesen. Es beinhaltet das Recht auf Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen und erfordert ein hohes Maß an freiheitlichen Grundrechten zu gewähren, ohne dem Ganzen zu schaden. Auf persönlicher Ebene verlangt die Freiheit vom Individuum durch Wissen Eigenständigkeit anzustreben. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Das Vaterland repräsentiert die gemeinsame geistige und kulturelle Identität als verbindendes Element zwischen Individuen. Wir schätzen die durch unsere Vorfahren erschaffenen, geistigen und kulturellen Werte. Darauf aufbauend, wollen wir unser gegenwärtiges Handeln gemeinschaftlich darauf auszurichten, unseren Nachfahren eine lebenswertere Welt zu hinterlassen und uns über diese Kontinuität ein nachhaltiges Denkmal zu setzen.